Ahnenforschung

Stammbaum von Ernst Valentin Holland-Moritz
Stammbaum eines Holland-Moritz

Die Ahnenforschung in Steinbach-Hallenberg und den umliegenden Gemeinden ist eine äußerst interessante Thematik. Vermählungen fanden selten über die Grenzen des alten Amtes Hallenberg statt. Es entstanden interessante Verbindungen. Zudem stellen die einmaligen Familiennamen - allen voran die Holland-Doppelnamen und die Familiennamen der Metallberufe - eine interessante Forschungsgrundlage dar.

Die Kirchenbücher befinden sich heute im Besitz der evangelischen Kirche von Steinbach-Hallenberg und werden im Archiv im „Bonhoefferhaus“ aufbewahrt. In den Büchern werden die Amtshandlungen, wie Taufe Konfirmation, Trauung und Beerdigung von den Pfarrern eingetragen. Hieraus lassen sich sowohl Geburts- als auch Sterbedaten von Personen ableiten. Die Kirchenbücher wurden zudem auf Mikrofiches verfilmt und können im Evangelischen Kirchenkreis in Schmalkalden eingesehen werden. Die Einsicht (ohne Hilfeleistung) kostet pro Stunde 2,50 EUR, die Recherche durch die Kirchenbuchstelle pro halbe Suchstunde 12,50 EUR.

Leider gibt es für alle Familienforscher einen nicht unerheblichen Wermutstropfen: Bei dem großen Brand im Jahr 1790 wurde das lutherische Pfarrhaus und die darin befindlichen älteren lutherischen Kirchenbücher vernichtet. Somit sind den Nachforschungen deutliche Grenzen gesetzt. Die lutherische und reformierte Gemeinde existierten in Steinbach-Hallenberg lange Zeit parallel.

Das älteste lutherische Kirchenbuch von Steinbach-Hallenberg datiert aus den Jahren 1712-1802. Das älteste reformierte Kirchenbuch stammt aus dem Jahre 1690. Altersbach und Rotterode gehören bis heute zum Kirchspiel Steinbach-Hallenberg und haben ab 1830 eigene Kirchenbücher. Davor sind die Amtshandlungen im Kirchenbuch von Steinbach-Hallenberg eingetragen.

Das älteste Kirchenbuch von Springstille, zu dessen Kirchspiel damals auch Bermbach und Herges-Hallenberg gehörten, ist das lutherische Kirchenbuch ab dem Jahre 1678. Das älteste lutherische Kirchenbuch von Herges-Hallenberg und Bermbach ist aus den Jahren 1741-1806. Das älteste lutherische Kirchenbuch von Bermbach datiert aus den Jahren 1806-1830.

Oberschönau bildet zusammen mit der Filialgemeinde Unterschönau das Kirchspiel Oberschönau, welches im Jahre 1902 gegründet wurde. Die beiden Kirchengemeinden gehörten zuvor zum Kirchspiel Steinbach-Hallenberg. Das älteste lutherische Kirchenbuch von Oberschönau beginnt im Jahre 1767.

Zur Erstellung eines Stammbaumes mit dem Computer (unter dem Betriebssystem Windows) kann man das kostenlose Programm „Ahnenblatt“ von Dirk Böttcher uneingeschränkt empfehlen. Sie können es unter http://www.ahnenblatt.de/ herunterladen.

Kommentare

Kommentar von Erhard Köhler |

Guten Tag Familie Geisenhoner,

Ich suche Nachfahren von:

2 Geißenhöner Johann, Jacob
* 17.08.1822 Schmeheim
† Amerika
oo 01.06.1851 Lengfeld ist mit seiner Familie am 30.8.1857 nach NEW YORK ausgewandert
Frau: Geißenhöner, geb. Meininger Johanna, Friederike
* 22.02.1824 Neuhof
† Amerika

Tochter:1 Geißenhöner Anna, Elisa * 19.12.1853 Schmeheim † Amerika

Sie sind alle mit der Bark Carolin am 31. August 1857 nach New York gekommen.

Bitte geben Sie mir eine Nachricht, wenn Sie mir helfen können, besten Dank.

Erhard Köhler
Am Wasser 4
98530 Schmeheim

Kommentar von Rolf Wahl |

Sehr geehrter Herr Köhler,

Leider ersehe ich daraus nicht welchen Ansatzpunkt Sie für Ihre Anfrage bezüglich einer Familie "Geißenhoner" aus dem Amt Hallenberg haben bzw. sehen. Vielleicht können Sie mir etwas mehr an Informationen zur Verfügung stellen. Vielleicht ist dies aber auch nicht notwendig und es genügt Ihnen meine Aussage bezüglich des Vorhandenseins dieser Namensträger im Amt Hallenberg. Aus allen mir bekannten Unterlagen ( Kirchenbücher ab 1712 ) und Huldigungslisten bzw. Türkensteuerlisten des 17. und 16. Jahrhunderts ist mir der Name Geisenhoner im Amt Hallenberg nicht bekannt. Es gibt aber seit etwa /um 1680 in Steinbach bzw. Rotterode einen Fuhrmann Claus Giesenhahn ( Geißenhahn ) und dessen Nachkommen bis ins 20.Jahrhundert hier.
Woher Claus Giesenhahn kommt kann ich Ihnen nicht sagen. Bekannt ist nur die Tatsache, daß in den nachfolgenden Generationen dessen Söhne und Enkel neben Frauen aus dem Amt Hallenberg auch Frauen aus Hessles und Herrenbreitungen heirateten. Aber dies ist wohl mehr auf deren Beruf als Fuhrmann zurückzuführen. Später sind die Giesenhahn Söhne auch Hufschmied. Ein Johann Georg Giesenhahn ist auch als Wehrpflichtiger der Artillerie von 1776 bis 1783 als hessischer Soldat im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Er hatte einen 1801 geborenen Sohn Johann Caspar, von dem ist später nichts mehr bekannt. Vielleicht ist er ein Ansatzpunkt.

Gerne helfe ich Ihnen, sehe aber im Moment noch keine Ansätze hierfür.

Herzliche Grüße aus Jena
Rolf Wahl

Kommentar von Schach Irene |

Ich bin eine geborene Usbeck. bei der Familienforschung gibt es in dem Ort Schwarza den letzten Eintrag " Johann Georg Usbeck geb. 07.08.1717 + 17.04.1782, als Vater wurde ohne jede weitere Angabe der Name "VALENTIN USBECK" genannt. Schwarza und Steinbach liegen ca. 11 km von einander entfernt. Könnten Sie hier weiterhelfen???
auf Ihre Adresse bin ich gekommen über den Bericht von Peter Heckert - Turmknopf...
darf ich um Rückmeldung bitten? Gruss Irene Schach geb. Usbeck. Vielen Dank.

Kommentar von Rolf Wahl |

Sehr geehrte Frau Schach, ja es ist naheliegend den Ursprung der Usbecks von Schwarza in Steinbach ( Obersteinbach und Untersteinbach ) zu suchen und zu finden . Was in Steinbach mit einem Moritz Usbeck begann ( der aus Nürnberg gekommen sein soll um 1550 ) fand bis heute seine Fortsetzung hier. In dem ältesten noch existierenden Kirchenbuch ist eingetragen, dass auch 1717 zwei Johann Georg Usbeck hier geboren und getauft wurden. Beide starben aber als Kleinkind und kommen somit nicht in Frage. Hier muss also in anderen Quellen gesucht werden, wie Erbsteuerregister, Huldigungs- und Türkensteuerlisten.
Da 1619 der Übergang zu Hessen erfolgte muss man sich auf die Suche in den Beständen des Staatsarchiv Marburg begeben. Vielleicht können aber auch hier andere Usbeck Familienforscher helfen.
Herzliche Grüße aus Jena
Rolf Wahl

Kommentar von Rudolf Eckardt |

Mein Vorfahre Johann Christoph Eckardt wurde zwischen 1722 und 1724 in Steinbach-Hallenberg geboren und ist als junger Mann nach Dortmund gezogen.Nun würde ich gerne etwas über seine Eltern und Geschwister erfahren. Wenn es über diese Zeit noch Aufzeichnungen gibt, würde ich auch gerne nach Hallenberg reisen um Unterlagen einzusehen.
Herzliche Grüße aus Wesel vom Niederrhein
Rudolf Eckardt

Kommentar von Susanne Strauch |

Ich erforsche die Familie Ottleben. (August Friedrich) Wilhelm Ottleben war der erste Apotheker von 1830 bis 1844 in Steinbach, wie ich heute in dem bei Ihnen veröffentlichten Buch von Dr. Alexander Köbrich lesen konnte. Bisher kannte ich nur die Turmknopfurkunden von Peter Heckert. Vielen Dank für die Digitalisierung und Bereitstellung des Buches.

Können Sie mir näheres zu ihm und seiner Familie berichten? Er wurde wahrscheinlich 1799 in Gudensberg als Sohn des dortigen Apothekers Johann Carl Jakob Ottleben geboren. In Schleusingen heiratete er Charlotte Dorothee Schwartze. (Nur) zwei Kinder konnte ich finden: Franziska Emma Louise, die ca. 1832 in Gräfentonna geboren worden sein soll!? Und Max Hans Robert, der am 31.05.1838 in Steinbach geboren sein soll, er lebte später in Erfurt, sein Enkel Erich Callen Ottleben war ein bekannter Forscher in Schottland und später in Kanada.

Haben Sie Informationen z. B. zum genauen Todestag von Wilhelm Ottleben, weiteren Kindern etc.? Für jede Information zur Famile Ottleben wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Herzliche Grüße aus Berlin
Susanne Strauch